Die oder auch das E-Mail hat seinen Wortursprung - wie sich vielleicht schon erahnen lässt – selbstverständlich im Englischen, in dem die vollständige Bezeichnung electronic mail heisst. Übersetzt kann man bei der Abkürzung E-Mail also vom elektronischen Brief beziehungsweise der elektronischen Post sprechen. Allgemein bekannt ist auch noch die etwas kürzere Bezeichnung Mail, andere eingedeutschte Varianten wie etwa E-Brief, E-Post oder Netzbrief erfreuen sich nicht allzu großer Beliebtheit und sind daher allgemein auch eher nicht gebräuchlich. In der allgemeinen Definition einer E-Mail wird von einer auf elektronischem Weg in Computernetzwerke übertragenen, briefartigen Nachricht gesprochen. Rasch ist die Bedeutung der E-Mail gewaltig angestiegen, sodass es sich mittlerweile um den meist genutzten Dienst des Internet handelt, der noch häufiger verwendet wird als das World Wide Web selbst.
Geschichte der E-Mail
Mit dem Ende der 1980er Jahre begann der große Siegeszug der E-Mail, wobei dessen Einführung kein wirklich gezielt geplanter Vorgang war. Vielmehr handelte es sich dabei um eine Entwicklung, die durch das Benutzerverhalten hervorgerufen wurde und auch die Initiatoren des Arpanet, das den Vorgänger des heutigen Internet darstellte, besonders überraschte. Als eigentlicher Erfinder der E-Mail gilt der Computertechniker Ray Tomlinson, der Im Jahre 1971 für das private Forschungsunternehmen BNN mit ersten Tests begann. Bereits zu Ende desselben Jahres noch ging dann die erste E-Mail hinaus, dessen Text wohl die Buchstabenreihe „QWERTYUIOP“ der amerikanischen Tastatur war. Zu Beginn der 1980er Jahre entwickelten sich parallel zum Internet immer mehr Mailbox Systeme, zu deren bekanntesten Vertreter damals X.25, Novell und BTX zu nennen waren. 1984 wurde dann auch in Deutschland die erste Internet E-Mail vom Wissenschaftler Werner Zorn, der an der Universität Karlsruhe beschäftigt war, empfangen. Die damaligen Systeme wurden vor allem Mitte der 90er Jahre dann allerdings rasch verdrängt und durch modernere Varianten ersetzt. Heute ist vor allem SMTP das System, über das E-Mails über das Internet und in lokale Netze übertragen werden. Daneben wird heutzutage lediglich noch X.400 als weltweiter, offener Standard ernsthaft genutzt.
Technische Details
Das Format einer E-Mail wird durch das Protokoll RFC 2822 detailliert festgelegt, wobei lediglich noch Textzeichen vom Benutzer ergänzt werden können. Allgemein ist ein E-Mail in zwei große Bereiche zu gliedern, die mit dem Header Bereich sowie dem Body-Bereich definiert sind. Der Header Bereich wird weiters auch noch als Kopfzeile genannt, wobei man hier genauere Hinweise auf Absender, Empfänger, Datum der Erstellung und Stationen der Übermittlung erhalten kann. Der Body Bereich ist vom Header durch eine Leerzeile getrennt und stellt den Platz dar, wo man die gewünschten Informationen eingeben kann.
Spam E-Mails
Vor allem seit dem Jahr 2002 hat man im E-Mail mit einer Flut so genannter Spam E-Mails zu kämpfen, die sich auf etwa die Hälfte des gesamten E-Mail Verkehrs belaufen. Es handelt sich dabei um unerwünschte Mails, die unverlangt und zumeist auch massenhaft versandt werden, wobei der Inhalt dabei vor allem Werbezwecken dient. Eine weitere Bezeichnung wird auch noch von Junk verkörpert, wobei beide Bezeichnungen übersetzt Abfall oder Plunder bedeuten.
